Förderungen11. Juli 20265 Min. Lesezeit

Kesseltausch-Budget 2026 ausgeschöpft – was jetzt für deine Wärmepumpe gilt

Der Bundes-Fördertopf 2026 ist leer: Seit 10. Juli nimmt der Kesseltausch keine neuen Anträge mehr an. Welche Landesförderung jetzt läuft – und warum sich der Umstieg trotzdem sofort rechnet.

Chofu R290 Wärmepumpe vor einem österreichischen Einfamilienhaus – Symbolbild für die Kesseltausch-Förderung

Kurz gesagt: Das Bundes-Budget der Sanierungsoffensive 2026 ist ausgeschöpft. Seit dem 10. Juli 2026 nimmt der „Kesseltausch 2026” keine neuen Registrierungen oder Anträge mehr an – dasselbe gilt für „Sauber Heizen für Alle 2026”. Bereits eingereichte Anträge laufen normal weiter. Was du jetzt nutzen kannst: die Landesförderung deines Bundeslandes (Wien bis 8.000 €, Tirol bis 9.075 €) – und die Heizkosten-Ersparnis, die ab dem ersten Winter läuft, egal was ein Fördertopf macht.

Was genau passiert ist

Am 10. Juli 2026 hat das zuständige Ministerium bekannt gegeben: Die Fördermittel der Sanierungsoffensive 2026 wurden „zur Gänze abgeholt”. Der Fördertopf – 2026 mit rund 360 Mio € dotiert – ist damit leer, und die Registrierung für neue Förderanträge wurde beendet.

Betroffen sind beide Bundesprogramme, die aus diesem Topf finanziert werden:

  • der „Kesseltausch 2026” (30 % der Kosten, bis 7.500 € beim Tausch einer fossilen Heizung), und
  • „Sauber Heizen für Alle 2026” (bis zu 100 % der Kosten für einkommensschwache Haushalte).

Beide teilen sich denselben Topf – es gibt für „Sauber Heizen für Alle” kein separates Budget. Deshalb ist auch dieses Programm für neue Antragsteller vorerst geschlossen.

Eine Entwarnung vorweg: Wer sich bereits vor dem Stopp registriert oder einen Antrag eingebracht hat, muss sich keine Sorgen machen. Diese Anträge bleiben unberührt und werden nach den geltenden Bedingungen weiter bearbeitet und ausbezahlt.

Warum der Topf schon im Juli leer war

Das ist kein Ausrutscher, sondern die Fortsetzung eines Trends. Schon in den Vorjahren war die Nachfrage nach dem Heizungstausch enorm. Der Andrang war 2026 so groß, dass bereits am 2. Februar 2026 der Sanierungsbonus für die thermische Sanierung eingestellt wurde, um den Kesseltausch länger am Leben zu halten. Fünf Monate später war auch dieser Teil des Topfes aufgebraucht.

Kurz gesagt: Die Förderung war so beliebt, dass das Geld schneller weg war als geplant. Für dich als Häuslbauer oder Sanierer heißt das vor allem eines – Timing ist alles.

Was jetzt noch läuft: die Landesförderung

Die gute Nachricht: Die Bundesförderung ist nur ein Teil des Kuchens. Jedes Bundesland hat eigene Förderprogramme mit eigenen Budgets, und die sind rechtlich unabhängig vom Bundes-Topf. Ein Teil davon läuft für neue Antragsteller weiter.

BundeslandLandesförderungStatus
Wien35 %, bis 8.000 €läuft aus eigenem Budget weiter
Vorarlbergbis 3.000 €läuft aus eigenem Budget weiter
Tirolbis 9.075 €Landesbudget, Konditionen prüfen
Salzburgbis 3.000 €Landesbudget, Konditionen prüfen
Oberösterreichbis 1.700 €Landesbudget, Konditionen prüfen
Burgenlandbis 3.500 €Landesbudget, Konditionen prüfen
Kärntenbis 4.500 €an Bundes-Registrierung gekoppelt

Achtung bei der Kärntner Landesförderung: Der Heizkesseltausch (BW-L129) verlangt das KPC-Auszahlungsschreiben der Bundesförderung als Pflichtunterlage. Weil die Bundes-Registrierung gestoppt ist, ist dieser Landeszuschuss für neue Antragsteller aktuell faktisch blockiert – hier lohnt der direkte Anruf beim Land, bevor du etwas beauftragst. Wien und Vorarlberg dagegen brauchen keine Bundes-Registrierung und laufen unabhängig weiter.

Niederösterreich und die Steiermark haben ohnehin keine reine Wärmepumpen-Direktförderung – in NÖ gibt es bei umfassender Sanierung einen Annuitätenzuschuss, die Steiermark hat ihr Programm seit 2025 ausgesetzt.

Weil sich die Verfügbarkeit je Bundesland unterscheidet und die Budgets ebenfalls begrenzt sind, gilt: Deinen konkreten Fall am besten kurz mit uns durchgehen, bevor du planst.

Was 2027 kommt

Der Ausblick ist positiv. Trotz des Budgetdrucks wurde der Förderrahmen für die kommenden Jahre ungekürzt gesichert: erneut rund 360 Mio € pro Jahr. Neu ist, dass die Mittel erstmals in zwei getrennte Töpfe aufgeteilt werden:

  • 181 Mio € für die thermisch-energetische Sanierung, und
  • 179 Mio € für den Kesseltausch.

Ein genaues Startdatum für neue Registrierungen 2027 ist noch nicht veröffentlicht – erfahrungsgemäß öffnet die Registrierung zu Jahresbeginn. Ob die Konditionen (30 % / max. 7.500 €) unverändert bleiben, ist offiziell noch nicht bestätigt. Wir behalten das im Blick und melden uns, sobald der Termin steht.

Was du jetzt sinnvoll tun kannst

Nur weil der Bundes-Topf gerade leer ist, heißt das nicht, dass du warten musst. Im Gegenteil:

  1. Landesförderung prüfen. In einigen Bundesländern (z. B. Wien, Vorarlberg) ist jetzt sofort etwas möglich – in Wien mit bis zu 8.000 € sogar mehr, als der Bundes-Kesseltausch je gezahlt hat. Das klären wir mit dir konkret.
  2. Heizlastberechnung machen lassen. Sie ist die Grundlage für jedes förderfähige Angebot und sagt dir, welche Leistungsklasse du brauchst und ob deine Anlage mit den geforderten max. 55 °C Vorlauf auskommt. Unser Kalkulator gibt dir in zwei Minuten eine erste Einordnung.
  3. Heizkosten gegenrechnen. Jeder weitere Winter mit Öl oder Gas kostet real 2.000–3.000 €. Wer den Umstieg um ein Jahr aufschiebt, verheizt damit einen Gutteil dessen, was ein künftiger Zuschuss überhaupt bringen würde.
  4. Angebot einholen. Ein durchgerechnetes, unverbindliches Angebot mit Landesförderung und Ersparnis-Rechnung zeigt dir schwarz auf weiß, ob sich der Umstieg für dich jetzt rechnet – bei den meisten Häusern mit Öl- oder Gasheizung tut er das.

Die Wärmepumpe rechnet sich auch ohne den Bundes-Bonus

Ein wichtiger Punkt zum Schluss: Die Förderung ist ein schöner Zuschuss, aber nicht der einzige Grund für den Umstieg. Eine Chofu R290 ersetzt deine alte Öl- oder Gasheizung, arbeitet mit dem natürlichen Kältemittel Propan (GWP 3), heizt bis 75 °C Vorlauf – also auch im Altbau mit bestehenden Heizkörpern – und läuft bis −25 °C zuverlässig. Der Wegfall der Öl- oder Gaskosten spart Jahr für Jahr, unabhängig davon, wann der nächste Fördertopf öffnet.

Zur Ehrlichkeit gehört auch: Der Bundes-Antrag muss immer vor der Umsetzung gestellt werden – wer jetzt umbaut, kann den Bundes-Zuschuss dafür später nicht nachholen. Aber aufs Warten zu setzen ist ein Lotterielos: Der Starttermin für neue Registrierungen ist offen, die künftigen Konditionen sind nicht bestätigt, und der 2026er-Topf war nach gut sechs Monaten leer. Landesförderung plus eingesparte Heizkosten sind dagegen sicher – und in Summe über die Lebensdauer meist mehr wert als jede Einmalförderung.

Deine nächsten Schritte


Stand: 11.07.2026. Quelle: Presseaussendung des Ministeriums vom 10.07.2026 sowie sanierungsoffensive.gv.at und umweltfoerderung.at. Förderprogramme ändern sich laufend – die verbindlichen Bedingungen findest du bei der jeweiligen Förderstelle. Wir gleichen deinen konkreten Fall im Beratungsgespräch ab.

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