Kurz gesagt: Eine komplette Chofu R290 Wärmepumpe inkl. Einbau kostet in Österreich 2026 ab ca. 18.000 € für den Neubau und zwischen 22.000 und 30.000 € in der Sanierung (je nach Altbau-Aufwand). Nach Bundes- und Landesförderung bleibt davon in vielen Bundesländern ein Nettoaufwand von 8.500–15.500 € – bei sehr günstigen Kombinationen noch weniger. Hinweis (Juli 2026): Der Bundes-Fördertopf 2026 ist ausgeschöpft – neue Bundesmittel kommen 2027, Landesförderungen laufen teils weiter. Laufend rechnen Kund:innen mit ca. 1.400–1.800 € Stromkosten pro Jahr plus 250 € Wartung.
Zwei Zahlen, die zusammengehören
Wer nach “Wärmepumpe Kosten” sucht, bekommt im Netz Beträge zwischen 15.000 € und 45.000 € angezeigt. Das ist beides richtig – aber nur, wenn man dazu sagt, was drinsteckt. Eine Wärmepumpe ist nicht ein fertiges Produkt wie ein Auto, sondern ein System aus Gerät, hydraulischer Einbindung, ggf. Pufferspeicher, Inbetriebnahme und manchmal zusätzlicher Anpassungen am Haus.
Seriöse Angaben splitten deshalb zwei Zahlen:
- Die Brutto-Investition – was du zunächst zahlst
- Der Nettoaufwand nach Förderung – was dich nach Auszahlung wirklich kostet
Gehen wir beide Zahlen durch – mit echten Werten aus 2026.
Brutto-Investition: was wirklich drinsteckt
Für eine österreichische Chofu R290 Luft-Wasser-Wärmepumpe inkl. Standardeinbau sieht die Bandbreite so aus:
| Szenario | Typische Spanne | Was enthalten ist |
|---|---|---|
| Neubau EFH (Heizlast 6–8 kW) | ab ca. 18.000 € | Gerät, Hydraulik, Pufferspeicher 100–200 l, Inbetriebnahme, Anschluss |
| Standard-Sanierung (Heizlast 8–12 kW, bestehende FBH) | 22.000–26.000 € | wie oben + Demontage alte Heizung + mehr Installationsaufwand |
| Vollsanierung Altbau (Heizlast 10–14 kW, Rohre/Heizkörper-Anpassungen) | 26.000–30.000 €+ | wie oben + punktuelle Heizkörpertauschs + hydraulischer Abgleich |
Wichtig: Diese Zahlen sind Systempreise inkl. Installation durch Fachbetrieb – nicht nur das Gerät allein. Wer Gerätepreise aus dem Online-Shop mit “schlüsselfertig installiert” vergleicht, vergleicht Äpfel mit Birnen.
Kostenfaktor Nummer 1 im Altbau: die hydraulische Anpassung. Häufig notwendig, wenn alte Thermostatventile oder zu kleine Rohrquerschnitte den Mindestvolumenstrom der WP nicht zulassen. Zwei, drei Änderungen am Verteiler – und 1.000–2.500 € sind weg, ohne dass man es vorher auf dem Radar hatte.
Förderungen 2026: was konkret geht
⚠️ Update Juli 2026: Das Bundes-Budget der Sanierungsoffensive 2026 ist seit 10.07.2026 ausgeschöpft – „Kesseltausch 2026” und „Sauber Heizen für Alle” nehmen keine neuen Anträge mehr an (bereits eingereichte laufen weiter). Für 2027 sind erneut Mittel gesichert. Die Landesförderungen laufen aus eigenen Budgets teils weiter. Die folgenden Bundes-Werte gelten als Programm-Rahmen für laufende Anträge und 2027.
In Österreich kombinierst du in den allermeisten Fällen Bundes- und Landesförderung. Die Basis:
Bund – “Kesseltausch 2026” (bis 7.500 €) – 2026 ausgeschöpft: 30 % der förderfähigen Kosten beim Tausch einer fossilen Heizung (Öl, Gas, Kohle). Das Programm hieß früher “Raus aus Öl und Gas”. Pflicht: EHPA-Gütesiegel, max. 55 °C Auslegungs-Vorlauftemperatur, Antrag vor Umsetzung, Fertigstellung innerhalb von 9 Monaten. Wichtig: gilt nur beim Heizungstausch – im Neubau gibt es diese Förderung nicht. Aktuell keine neuen Anträge, neue Mittel für 2027.
Bund – Sauber Heizen für Alle (bis 100 %) – 2026 ausgeschöpft: für einkommensschwache Haushalte, Einkommensprüfung, deckt oft die komplette Investition. Läuft aus demselben Topf – Registrierung 2026 ebenfalls beendet, Neustart 2027 erwartet.
(Der frühere Sanierungsbonus wurde bereits im Februar 2026 eingestellt – Budget ausgeschöpft. Ältere Rechenbeispiele im Netz, die ihn noch enthalten, sind überholt.)
Land: Höhe je nach Bundesland stark unterschiedlich – Tirol bis 9.075 € inkl. Boni (Spitzenreiter), Wien bis 8.000 €, Kärnten bis 4.500 € inkl. Solarbonus, Burgenland 3.500 €, Salzburg und Vorarlberg je 3.000 €, Oberösterreich 1.700 €, Niederösterreich und Steiermark aktuell keine eigene Wärmepumpen-Direktförderung.
Die vollständige Förder-Übersicht mit Links zu den Antragsstellen haben wir separat gepflegt.
Zwei realistische Rechenbeispiele
Beispiel 1: Gastherme-Tausch in Niederösterreich (nur Bundesförderung verfügbar)
| Position | Betrag |
|---|---|
| Brutto-Investition | 22.000 € |
| − Kesseltausch 2026 (30 %) | − 6.600 € |
| Nettoaufwand | 15.400 € |
(Kesseltausch 2026: 30 % von 22.000 € = 6.600 €, liegt unter dem 7.500-€-Cap.)
Beispiel 2: Ölkessel-Tausch in Tirol
| Position | Betrag |
|---|---|
| Brutto-Investition | 25.000 € |
| − Kesseltausch 2026 (30 %, max. 7.500 €) | − 7.500 € |
| − Tirol-Landesförderung (inkl. Boni) | − 9.075 € |
| Nettoaufwand | 8.425 € |
Das ist kein Gedankenspiel, sondern der reale Best Case, den wir in Tirol regelmäßig sehen.
Laufende Kosten: der Vergleich mit Öl und Gas
Für ein typisches österreichisches Einfamilienhaus mit 140–180 m² Wohnfläche liegen die Jahresverbräuche in etwa so:
| Heizsystem | Jahresenergie | Energiekosten 2026* | Wartung/Nebenkosten | Summe/Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Ölheizung (neu, effizient) | ca. 2.500 l Öl | ca. 2.500 € | ca. 250 € | ca. 2.750 € |
| Gastherme (neu, Brennwert) | ca. 22.000 kWh | ca. 2.400 € | ca. 150 € | ca. 2.550 € |
| Chofu R290 Wärmepumpe | ca. 6.000 kWh Strom | ca. 1.500 € | ca. 250 € | ca. 1.750 € |
*Strompreise AT April 2026: typisch 23–29 ct/kWh brutto inkl. Netz/Steuern; Heizöl ca. 1,00 €/l, Erdgas ca. 10,9 ct/kWh.
Das sind ca. 800–1.000 € jährliche Ersparnis, je nach Ausgangssystem. Über 15 Jahre akkumuliert: 12.000–15.000 €.
PV-Kombi: der stille Hebel
Wer PV auf dem Dach hat oder installiert, kann mit einer SG-Ready-fähigen Wärmepumpe wie der Chofu R290 weitere 10–25 % der Stromkosten einsparen – durch Eigenverbrauchssteigerung und optional dynamische Stromtarife (z. B. aWATTar). Details zu SG-Ready, Modbus und Steuerung findest du in unserem FAQ-Abschnitt Betrieb.
Die 15-Jahres-Bilanz (vereinfacht)
Rechenbeispiel für Altbau-Sanierung in Tirol aus oben:
- Nettoaufwand Anschaffung: 8.425 €
- Laufende Ersparnis vs. Ölheizung: ca. 1.000 €/Jahr × 15 = 15.000 €
- Unterm Strich: nach ca. 8–9 Jahren im Plus, nach 15 Jahren ca. 6.500 € Vermögensvorteil
Für Niederösterreich ohne Landesförderung verschiebt sich der Break-Even auf ca. 15 Jahre – noch innerhalb der typischen Wärmepumpen-Lebensdauer von 18–20 Jahren, aber ein starkes Argument, jede verfügbare Förderung mitzunehmen und den Antrag rechtzeitig zu stellen.
Die häufigsten Kostenfallen – wie du 2.000 € nicht verbrennst
- Zu spät antragen: Die Bundesförderung 2026 ist laut Sanierungsoffensive bereits zu einem Großteil reserviert. Wer erst im Herbst registriert, bekommt u. U. nichts mehr. Antrag vor Umsetzung, idealerweise im Q1/Q2.
- Über-Dimensionierung: Ein 16-kW-Gerät im 140-m²-Haus kostet nicht nur mehr in der Anschaffung, sondern taktet zu oft und verschleißt schneller. Heizlast sauber berechnen.
- Billigste Marke ohne EHPA: Ohne EHPA-Gütesiegel keine Förderung. Ersparnis beim Gerätepreis = weniger Förderung. Rechnung geht oft nicht auf.
- Komplette Heizungssanierung auf einmal: Oft reichen punktuelle Heizkörper-Wechsel statt Komplett-Neu. Mit einem guten Fachbetrieb sparst du hier vierstellig.
- Förderung selbst versuchen ohne Vorbereitung: Die Antragsstellung erfolgt durch dich als Kund:in – aber mit unseren Unterlagen (EHPA-Zertifikat, Herstellererklärung, Kältemittel-Angaben) ist sie in 20 Minuten erledigt. Ohne diese Unterlagen verlierst du Zeit oder Geld.
Dein nächster Schritt
Wenn du konkrete Zahlen für dein Haus willst: wir rechnen Heizlast, Gerätewahl und Förder-Szenario kostenlos auf einer Seite vor. Dazu brauchen wir nur Basisdaten zum Gebäude und deiner aktuellen Heizung.
- Alle Förderungen im Detail
- FAQ zu Kosten und Förderungen
- Kostenloses Angebot + Förder-Rechnung anfragen
Stand: Juli 2026 (aktualisiert — Programmname „Kesseltausch 2026”, Landesförderwerte, Sanierungsbonus-Einstellung). Förderhöhen und Strompreise können sich ändern – prüfe vor Antragstellung die jeweils aktuellen Werte auf sanierungsoffensive.gv.at und bei deinem Bundesland.

